11. Internationaler Projekttag 2016

 

„Schau hin! Misch dich ein!“ - das ist der Titel und das Ziel des 11. Internationalen Projekttags 2016 der UNESCO-Projektschulen.

Weltweit sind es etwa 8800 Schulen, die im ASP-net (Associated Schools Projekt) in fast allen 191 Mitgliedsstaaten der UNESCO mitarbeiten. Sie sind ganz "normale" Schulen mit einem kleinen, aber feinen Unterschied: Auf dem Stundenplan stehen die Einhaltung der Menschenrechte, kulturelle und Umweltbildung und der gerechte Ausgleich zwischen Arm und Reich. Die Aktionen, Projekte und Ideen sind bunt und vielfältig.

„Schau hin! Misch dich ein!“ war in diesem Jahr auch schon das Motto vieler verschiedener Aktivitäten der UNESCO-Projektschule Martineum, ob sich die „AG gegen soziale Kälte“ im Rauhen Haus oder in der Wärmestube engagiert, Schüler in der Internationalen Woche gegen Rassismus in einem Benefizkonzert präsentieren oder Schülergruppen mit Flüchtlingskindern Ostereier färben oder regelmäßig Spielenachmittage veranstalten.

Höhepunkt war jedoch heute der 11. UNESCO-Projekttag: Seit Wochen bereiten sich die Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrerinnen und Lehrer auf den LUPALILO-Lauf vor. Ziel war es, tanzanischen Schülern der Partnerschule Lupalilo Secondary School für ein ganzes Jahr ein warmes Mittagessen zu gewährleisten. Durch die Mitglieder der Tanzania-AG wurden Schüler, Eltern und Kollegen im Vorfeld informiert und motiviert sich zu beteiligen. Der Fachbereich Sport des Martineums hat die Herausforderung der Vorbereitungen des Rennens gemeistert.

In einem Sternenmarsch begaben sich alle Klassen auf verschiedenen Wegen zur Jahnwiese, um den Startpunkt des Rennens zu erreichen. Mit diesem Marsch sollte der bis zu eineinhalbstündige Schulweg der tanzanischen Partnerschüler nachempfunden werden.

Am Start übergaben die Schülersprecher symbolische Schecks mit ihrer Klassenspende. Aus jeder Klasse wurden fünf Schüler nominiert, die am Lauf teilnahmen. Alle anderen Schüler feuerten die Aktiven auf der Strecke verteilt an. Dafür wurden von einigen Klassen sogar Plakate und Banner angefertigt, um ihre Mitschüler anzufeuern. Sponsoren waren angeschrieben und um Spenden gebeten worden. Diese Gelder dienten als Start- und Preisgelder, um die die Läufer wetteiferten. So wurden die Klassenspenden noch einmal erhöht. Die schnellsten Jahrgangsstufenvertreter und die zehn schnellsten Läufer wurden prämiert. Bei der Siegerehrung erhielten die Läufer eine Urkunde vom Schirmherrn der Veranstaltung Oberbürgermeister Andreas Henke und vom Lokalpolitiker und ehemaligen Martineer Daniel Szarata, der sich übrigens auch aktiv am Lauf beteiligte.

Das Gesamtaufkommen des LUPALILO- Spendenlaufs betrug 7118,78 Euro, das heißt, wir können mit diesem Geld 395 Kindern ein Mittagessen finanzieren.

Wir haben genau hingeschaut, wo es Probleme gibt - wir haben uns eingemischt - und das mit Riesenerfolg! Das Geld können wir im Juni/Juli 2016 mit auf unsere Projektfahrt nach Tanzania nehmen und dort persönlich übergeben.

Ich danke an dieser Stelle allen Läufern, Schülern, Sponsoren, Helfern, Eltern und Kollegen für die Unterstützung!

 

Anette Peters

(UNESCO-Projektschul-Verantwortliche, Leiterin der Tanzania-AG)

Sponsoren:

Familie Golla, BK Projektbau GmbH, Osterich GmbH, FF Finanzdirekt GmbH, Familie Schröder, Busbetrieb Müller, ETIKON Deutschland GmbH, Familie Fritz, Familie Steinmetzer- Nutzhorn, Familie Wolff, Dr. Frank Aedtner, Auto- Wasch Winkler, Familie Both, Familie Heucke, Halberstadtwerke- Herr Himpel, Buchhandlung Schönherr- Frau Borschinsky, CDU Wahlkreisbüro- Frauke Weiß, Daniel Szarata, Familie Ledderbohm, Familie Zettel-Klopp, Medizintechnik GmbH Dahlhausen, Katja Mokosch, Ulrich Krebs, Familie Oelmann, Jürgen Jüling, Familie Burow, Aurelia Meyer -Thomas, Familie Köther, Andreas Henke, Familie Preuß, Familie Brandes, Gaststätte „Zur Tränke“- Mirko Giebel, Ralf Apel, Familie Reichert, Antje Ecksturm-Rudd, Familie Loose, Familie Terry, Büroservice-Melanie Apel

Bildergalerie UNESCO-Projekttag 2014

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UNESCO-Projekttag 2010

 
Am 26.April 2010 findet der UNESCO-Projekttag statt. Er steht unter dem Motto "Unser Handeln-unsere Zukunft". Dabei widmen wir uns speziell dem Thema "Müll".
 
Kleine Müllmonster sind schon im Vorfeld aktiv (siehe Fotogalerie).

Capoeira
 
Mit Capoeira gegen Rassismus
 
Das Gymnasium Martineum ist stets bemüht dem Titel „Schule mit Courage, Schule gegen Rassismus“ gerecht zu werden.  Das klappt am besten mit zahlreichen und vielfältigen Angeboten. Das jüngste Projekt fand vom 16.3.09-18.3.09  für die 9. Klassen in der Aula unserer Schule statt.
 
Diesmal war es eine etwas ungewöhnliche Veranstaltung. Es wurde eine brasilianische Kampfsportart, welche im 16 Jahrhundert in Südamerika entwickelt wurde, trainiert. Die Rede ist von: Capoeira. Capoeira wurde erstmals von verschleppten afrikanischen Sklaven in Amerika praktiziert. In diesem „Kampfsport“, spiegelten sich die Träume, Trauer, Hoffnung, Sehnsucht und Mut der Sklaven wieder.
 
Eine waschechte Brasilianerin, die mittlerweile seit 6 Jahren in Deutschland lebt, beherrscht Capoeira bis zur Perfektion. Frau dos Santos wohnt in Berlin. Eigentlich sollte sie nur 6 Monate in Deutschland verbringen und für einen Capoeira-Trainer in Berlin einspringen. Aus den 6 Monaten wurden dann 6 Jahre und es werden auch noch weitere Jahre dazukommen. Seitdem sie in Deutschland ihren Mann kennen lernte, möchte sie auch nicht mehr zurück nach Brasilien, abgesehen von Verwandtenbesuchen.
 
Die vier Schulstunden Capoeira waren ein voller Erfolg. Am Anfang waren die Teilnehmer noch ein bisschen skeptisch. Aber als dann noch die passende Musik dazu kam, klappte alles. Bei der kleinen Auswahl von nur sechs Figuren, es gibt natürlich auch sehr viele mehr, die Frau dos Santos lehrte, kam jeder ganz schön ins Schwitzen. In den Pausen konnte man sich dann auch ins Gespräch vertiefen. So erzählte Frau dos Santos auch, wie sie zum Kampfsport Capoeira gekommen ist.
 
Ihre beiden jüngeren Geschwister übten Capoeira schon in der Schule aus. Da sie aber schon aus der Schule raus war, als Capoeira zum Schulfach wurde, hatte Frau dos Santos keine Möglichkeit den Kampfsport zu erlernen. Als sie aber einmal eine Vorstellung gesehen hatte, war sie sofort „Feuer & Flamme“. Aber ihr Vater verbot es ihr zuerst Capoeira zu erlernen, später durfte sie aber doch dran teilnehmen. Seitdem wurde es schwer für sie. Denn Frauen die Kampfsport  in Brasilien trainieren, wurden nicht gern gesehen, sondern nur Männer. Dennoch boxte Frau dos Santos sich durch und nun unterrichtet sie selbst Capoeira in Berlin. Angefangen von 5 Jahren bis hin  ins hohe Alter wird der Kampfsport gelehrt. In Brasilien und Deutschland erfreut sich dieser „Kampftanz“, wie er auch gerne genannt wird, immer größerer Beliebtheit. Wie es auch deutsche Meisterschaften gibt, gibt es auch bei Capoeira Gradierungen. Die Farben: weiß (Anfänger), gelb, orange, blau, grün, lila, braun, rot, rot-weiß und weiß (Master) weisen wie bei Karate auf den Rang hin.
 
 
 
 
Text: Sarah Pulz
 
 
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Bericht - UNESCO-Projekttag 2008

 
Thema: "Nebeneinander-Miteiander-Heimat finden. Wie viel Integration brauchen wir?"
 
An diesem Projekttag beteiligten sich die Klassenstufen 5 und 8, um sich in gemischten Gruppen zu informieren und miteinander zu diskutieren. Außerdem war eine Gruppe Schüler aus der Förderschule „Reinhard Lakomy“ in Halberstadt eingeladen. Mit diesen Jugendlichen steht der Tanzaniakreis schon seit längerer Zeit in freundschaftlichem Kontakt. Die Klasse 8b betreute diese Schüler während des Projekttages.
 
Da an unserer Schule vorwiegend Schüler mit Migrationshintergrund aus der ehemaligen Sowjetunion und aus Vietnam/China stammen, legten wir die Schwerpunkte dem entsprechend. Wir bildeten 10 Stationen mit folgenden Themen:
  • Russland-Vielfalt der Nationalitäten, Wanderausstellung des Vereins „ego“ e.V. Quedlinburg
  • Globales Klassenzimmer Mittelamerika, Veranstalter: Dachverein Reichenstraße e.V., Quedlinburg
  • UNESCO-Kulturerbe Deutschland, Briefmarkenausstellung von Herrn G. Föllner, Architekt und Denkmalpfleger i.R. und Vorsitzender des Fördervereins
  • Gestaltung einer eigenen Briefmarke zur Idee, den Halberstädter Domschatz als UNESCO Kulturerbe aufzunehmen
  • Russland-Landeskunde, Gespräch mit Aussiedlerfrauen
  • Russland-Pelmeni kochen, Veranstalter: Unabhängiger Frauenverband „Lilith“, Halberstadt
  • Russland-Spiele und Lieder mit Russischlehrerin des Martineums Frau Timme
  • Vietnam-Landeskunde, PowerPoint Präsentation und Vortrag durch unsere Schüler
  • Vietnam-Spiele und Lieder, veranstaltet durch unsere Schüler
  • Vietnam-asiatisch kochen, veranstaltet durch  unsere Schüler und deren Eltern
  • Kinder in Afrika-Vergleich mit Kindern in Deutschland, veranstaltet durch den Tanzaniakreis des Martineums
 
Jeder Schüler besuchte drei Stationen, bei denen er sich informierte, mit den anderen diskutierte und Aufgaben zu lösen hatte. Die Ergebnisse wurden zusammengetragen und am Ende der Veranstaltung vorgestellt.
Die Tai Chi Vorführung der sechsten Klassen galt als ein Höhepunkt des Projekttages. Seit September 2007 erlernen die 5., 6. und 7. Klassen Tai Chi. Dieses UNESCO-Projekt soll die Schüler zum einen mit einer uralten asiatischen Kunst vertraut machen und andererseits zur Erholung und Entspannung dienen.
Verbunden mit einem Gruß zu Vorbereitung auf die Olympiade nutzten wir die Gelegenheit, der Forderung nach Einhaltung der Menschenrechte in China Ausdruck zu verleihen.
Nach der Vorführung zeigten auch die Schüler der fünften Klassen, was sie gelernt hatten. Etwa 140 Schüler bewegten sich gleichzeitig nach asiatischen Klängen. Die Schüler der 8.Klassen spendeten viel Beifall und Einzelne wagten den Versuch, mitzumachen.
Insgesamt kann der Projekttag als Erfolg gewertet werden. Alle beteiligten Schüler, Lehrer und Mitwirkend waren mit Engagement dabei und ließen den Tag zu einem schulischen Höhepunkt werden! Danke!