Statusverleihung zur UNESCO Projektschule

Im Schuljahr 2003/2004 trat der amtierende Schülersprecher Tobias Peyerl im Namen des  Schülerrates  des Gymnasiums Martineum mit dem Antrag an die Schulleitung heran, sich für den Status einer UNESCO-Projektschule zu bewerben. Langjährige Traditionen gaben dafür bereits eine solide Grundlage. So gab es schon damals verschiedene Schulpartnerschaften mit Tschechien, Bosnien, Frankreich, England und Tanzania, die sich nicht nur darauf beschränkten, die jeweiligen Länder zu besuchen, sondern mit Schülern und Lehrern enge Kontakte zu pflegen. Die  von Schülern des Martineums organisierte Friedensdemo für die  die Beendigung des Irak-Krieges der USA gehören dabei genau so zu den Aktivitäten wie die Zusammenarbeit mit der  Moses Mendelssohn Akademie in Halberstadt. Das Martineum wurde damals als „Interessierte UNESCO-Projektschule“  in das Netzwerk  aufgenommen.

Auf Grundlage des Beschlusses  der Gesamtkonferenz konnte sich das Martineum nach mehrjähriger Arbeit 2007 um den Status „Mitarbeitende UNESCO-Projektschule“ bewerben. Dass das Martineum den Ansprüchen der UNESCO-Schulen  gerecht wird, sieht man daran, dass sich unsere Schule für eine Kultur des Friedens einsetzt, sich für die Durchsetzung der Menschenrechte, der Toleranz und Demokratie ausspricht, sich um interkulturelles Lernen bemüht und sich für die Globale Entwicklung und die Umwelt einsetzt. So konnte sie mit Aktivitäten wie dem Fußball WM- Schulprojekt, der Schulpatenschaft mit AIDS-Waisen inTanzania, dem Ausbau des Schüleraustauschprogramms oder dem Markt der Möglichkeiten gegen Rechts seine Arbeit erfolgreich fortsetzen. Dem Antrag wurde stattgegeben. In feierlicher Atmosphäre des Weihnachtskonzertes am 14.Dezember 2007 in der Andreaskirche wurde von der Landeskoordinatorin der UNESCO-Projektschulen Sachsen-Anhalts Frau Andrea Niessner die Urkunde mit der Bestätigung des Titels überreicht. Die Vertreter der UNESCO-Projektgruppe Sophia Wiese und Martin Botto sowie Schulleiter Dr. Harald Schiller nahmen das Dokument  entgegen. Frau Niessner verband mit diesem feierlichen Akt der Statusverleihung  den Wunsch, die Schüler und Lehrer mögen ihre Arbeit so erfolgreich fortsetzen, umsich in zwei Jahren als „Anerkannte UNESCO-Projektschule“ im Netzwerk etablieren zu können.