Vielfalt lebt Toleranz und Respekt


Das diesjährige Instant Acts Spektakel in unserer Turnhalle anlässlich unseres 10. Jahrestages als SOR (Schule ohne Rassismus- Schule mit Courage) zeigte die jungen Künstler auf einer Reise in das Ungewisse.
Zur Geschichte hinter den Bildern:
Die Zuschauer werden gleich zu Beginn im Instant Acts-Reisebüro begrüßt, dass seinen 25 jähriges Bestehen feiert. Bunt gemischtes Artistenvolk tritt beschwingt auf, dann erfolgen eine Retrospektive, Querverweise auf agentureigene Webseiten und die Welt der Smartphones. Die ersten Gäste erscheinen und die Beleuchtung wechselt ebenso wie Stimmung.
In die Geschichte vom Reisen ist das Programm des Abends eingebettet wie eine Perle in die Muschel.
Vor schwarzem Hintergrund ein  großformatiger Schriftzug -  Tänzer treten auf - mit Fäusten wird Gewalt demonstriert. Gegen wen? Für was?  Das bleibt unklar - absichtlich. Der Gast soll sich (s)ein Bild machen.  Breakdance-artige Bewegungen der Tänzer nötigen dem Publikum von Anfang an Respekt ab. Dazu ein Song: „You will dream“ – Sind das die Träume, die diejenigen erwarten, welche sich auf den Weg in eine ungewisse Zukunft machen? Querflöte, Akkordeon, Keyboard, Posaune, Gesang und Beatboxing, afrikanische ebenso wie asiatische Klänge fügen sich ein in den Rahmen, welchen Echo- und Lichteffekte bilden.
Und weiter geht die Reise: Eine junge Frau packt einen stilisierten Koffer, mit einem Papierflieger wird das Loslassen der Heimat angedeutet. In Deutschland will sie nicht als typisch japanische Touristin wahrgenommen werden. Ein fiktiver Dialog folgt - Hut und Perücke stellen die mit Vorurteilen behafteten Deutschen und Amerikaner (?) dar. Die junge Frau möchte als Schauspielerin akzeptiert werden. Angenommen werden so, wie sie ist und nicht bestaunt werden wie ein Tier im Zirkus.
Apropos Zirkus … Die verschiedenen Tanzdarbietungen beeindrucken nicht nur aufgrund der beneidenswert beweglichen Akteure:  von Steelguitar-Klängen untermaltes Strohhuttheater, Reifenakrobatik, südländisch anmutendes Jonglieren mit und ohne Rollen, mit und ohne Springseil auf dem Boden und dem (Hoch)Einrad. Die Musik? Das bekannte Mission impossible-Thema kündigt den immer höheren Schwierigkeitsgrad an und der  liebenswert tollpatschige Artist steigert sich ebenso wie die kraftvolle Sängerinnenstimme.
Es folgt ein Wechsel von Atmosphäre und (scheinbar) Ort: ein festlich anmutend gedeckter Tisch wird wortlos von einer bedächtig erscheinenden Frau gedeckt, nach und nach erscheinen Familienmitglieder. Alle am Tisch – stumm und mit ihren Smartphones beschäftigt. Während der Mahlzeit und auch sonst. Niemand spricht. Die Stille wird durch einen qualvollen Schrei der Frau am Kopf des Tisches unterbrochen. Keiner reagiert, scheint es zu bemerken. Wenig später verschwinden alle Anwesenden - ausnahmslos mit etwas anderem als Sprechen beschäftigt. Allein bleibt zurück die Mutter. Blechern verstörend leise Klavierklänge zeigen ihre Verzweiflung.
Es geht zurück in den Zirkus: Der Zauberer erscheint im Anzug, lässt Tische tanzen und Schriftzüge erscheinen, die vorher so nicht dagewesen sind. „Nichts scheint, wie es ist“ – genaues Hinschauen wird indirekt gefordert an diesem Abend, nicht nur beim Programm. Auch im Alltag.
Indische Klänge verzaubern im Anschluss an die Zaubervorstellung die Martineums-Turnhalle in einen Palast wie aus 1001 Nacht.
Und wieder erscheint ein Jongleur: Nur 3 Kegel? Ach so, das Ganze einbeinig, dazu die berühmte Denkerpose, dann Teller+ Tasse auf den Kopf und ein Stück Zucker dazu? Alle Achtung!
Wieder wechselt die Szenerie:  Bogenmusik kontra Beatbox – die Bewegungen der Musiker erinnern an Jagd;  das ist nicht allein eine Tanzvorführung, die aufputschenden Bestboxklänge und die wirbelnde Akrobatik - ist das Capoeira? Als die Beatbox echo-verstärkt wird, ist der Beat bis in den Bauch zu fühlen. Der drängende  Wechsel zur erstaunlich wandlungsfähigen Gesangsstimme wird einige Chorsänger (sicherlich nicht grundlos) neidisch machen. Der Boden der Turnhalle bebt förmlich unter den Füßen. Dann beinahe Stille, zu stilisierten Regentropfengeräuschen bewegen die Tänzer Plastiktüten - ein Hinweis auf die Welt die uns umgibt und mit jedem Tag zerbrechlicher wird? Die Bühne leert sich, die Musik wird unruhiger. Wird das jetzt einfach Hula Hop- Ballett? Ein gläsern-zerbrechlich anmutender Sound unterstützt die Artistin während ihrer 5 Reifen-Nummer. Das ist absolute Körperbeherrschung! Und dann erst das Rhönradfahren … ein maskierter „Mustermensch" bewegt sich kraftvoll und variabel auf der Fläche, die viel zu klein für all die verschiedenen Positionswechsel zu sein scheint.
Szenenwechsel: Der Rhythmus peitscht zunächst voran, die tänzerische Darstellung lässt ein überfülltes Flüchtlingsboot im Sturm erahnen. Dann beruhigt sich die Musik, die Tänzer tragen weiße Masken, sind fast gänzlich unter schwarzer Folie verborgen - beklemmend. Dann plötzlich Licht - alle winken.
Es folgt ein Abschlusstanz aller Instant Acts Künstler, Trommeln und Musik aus allen Kulturkreisen erklingen, Hip Hop ist ebenso wie Chorsatzgesang zu hören. Die namentliche und Herkunftsvorstellung aller Beteiligten rundet diesen besonderen Abend in gelungener Art und Weise ab.
Fazit: Instant Acts am Martineum zu Gast? Jeder Zeit gern wieder!

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SOR-Projekttag - Fotos von den einzelnen Workshops

 

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Dokumentation "10 Jahre Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage"

 

Capoeira

DG: Was ist eigentlich Capoeira?
Tobias Groß: Capoeira ist ein brasilianischer Tanzkampf. Es geht darum einen Kampf nur zu spielen. Als tänzerische Aspekte gelten eine bestimmte Musik und ein Grundschritt. Dann gibt es noch Angriffe mit den Beinen, wie z.B. hohe, flache und direkte Angriffe. Außerdem wären da noch Fußstöße, Fußfeger, Kopfstöße und Beinscheren, welche den kämpferischen Aspekt darstellen. Ein wichtiger Teil ist auch die Akrobatik, die beispielsweise Handstände, Radschläge oder Überschläge beinhaltet.
DG: Wie unterstützt Capoeira das Thema „Schule ohne Rassismus“?
Tobias Groß: Capoeira hat natürlich eine Geschichte und wurde in Brasilien von Afrikanern erfunden. Für Leute, die hier wohnen, sind Farbige fremd, da sie einfach anders aussehen. Wenn man sich mit Capoeira auseinandersetzt, merkt man, dass so eine tolle Bewegungskultur von anderen Menschen aus anderen Kulturkreisen entwickelt worden ist. Es geht im Capoeira auch vor allem darum, sozial integrativ zu sein, d.h. es existiert eine sehr gemischte Menschengruppe dort in Brasilien, es gibt schwarz, weiß und alles dazwischen. Und es geht auch darum, wenn man Capoeira zusammen macht, dass man sich gegenseitig respektiert und natürlich auch auf den Partner achtet, mit dem man spielt und ihn nicht tödlich trifft, weil es kein ernster Kampf ist. Von daher, denke ich, dass Capoeira sehr viel zum Thema „Schule ohne Rassismus“ beitragen kann.
DG: Was möchten Sie heute bei den Schülern erreichen?
Tobias Groß: Also für mich geht es darum, wenn ich Capoeira unterrichte, dass die Kinder natürlich alles über das Thema erfahrenen, d.h. die Herkunft, Entstehung und Gründe. Dann gehen die Kinder in die Halle, machen das selber, sollen natürlich die Bewegungen üben und erst einmal das grundlegende Spielverständnis entwickeln. Für die Schüler ist auch ganz doll wichtig, dass sie einfach Spaß haben.
DG: Dann vielen Dank für das Interview.
Tobias Groß: Ich danke auch.


Afrikanische Tänze und Musik

Einige Schüler aus den Klassen 5 und 6 sitzen konzentriert vor ihren Glockenspielen und Xylophonen und lauschen gespannt Frau Kruses Anweisungen, bevor es in eine neue Übungsrunde ging. Nach mehrfachem Probieren setzen Frau Kruse und Frau Fietzek mit Gesang ein. Klappt ein Ablauf, sind alle sehr erfreut über den kleinen Erfolg und umso motivierter mit dabei, noch eine Runde zu üben.

Cecilienstift

Wir erfahren im Interview, dass die Mitarbeiter im Altenhilfebereich versuchen eine anregende Umgebung zu schaffen, um Leuten etwas Neues zu ermöglichen und andererseits den Pflegezustand gut zu halten. Das kann eine ganz harte Arbeit sein, wo man auch manchmal zu zweit „betten“ muss. Die Mitarbeiter im Bereich Behindertenhilfe haben unterschiedliche Aufgaben, die von Hilfe beim Ausfüllen von Anträgen, Taschengeld, Wohnungsplan usw. reichen. Es gibt dort natürlich einen hohen Pflegebedarf. Und im Bereich Kindergarten, dem Ursprungsbereich versucht der Cecilienstift nach wie vor Kinder zu bilden, sie zum Selbstlernen anzuregen. Denn wer keine Werte hat, dem können auch keine vermittelt werden.
Unsere Zehntklässler lernen bei einem kleinen Rundgang über das Gelände sozusagen die „geschichtliche Linie“, das Arbeitsspektrum im Lauf der Entwicklung des Cecilienstifts kennen, schauen sie einen Film zum Thema „Menschen mit Behinderung“ , der im Anschluss ausgewertet wird. Außerdem informieren die Schüler sich über die Aufgaben und verschiedenen Einrichtungen des Cecilienstiftes. Die Mitarbeiterin bescheinigt den Martineern eine hohe Achtsamkeit. Außerhalb der Schule kann man sich ehrenamtlich engagieren, zum Beispiel als Vorleser oder bei bestimmten Aktionen wie dem „Upcycling“. Natürlich gibt es auch Einstiege ins Berufsleben im sozialen Bereich - die traditionsreiche Einrichtung bietet Praktikumsplätze und Anerkennungsjahre an.


Diakonie- Werkstätten

Die Werkstatt- Gruppenleiterin, stellvertretende Bereichsleitung sagt uns im Interview, dass jeder Gruppenleiter seine Schützlinge anzuleiten und zu betreuen, ihnen neue Arbeitsschritte für die Produktherstellung beizubringen, ihnen im täglichen Leben über den Tag zu helfen hat. Zwei der heute in die Werkstätten hinein schnuppernden Martineer helfen in der Filzgruppe (diese produziert für den Laden in Halberstadt, der die werkstatteigenen Produkte verkauft)  mit und die anderen beiden beobachten in der unteren Etage die Produktion. Alle lernen den Ablauf eines ganz normalen Arbeitstages in den Werkstätten kennen. Firmen, die in den Diakonie-Werkstätten Arbeiten erledigen lassen, nutzen das Produzierte weiter. Für die Behinderten ist ein strukturierter Tagesablauf besonders wichtig. Die schwer geistig Behinderten, für die der erste Arbeitsmarkt nicht in Frage kommt, finden hier eine sinnvolle Aufgabe und erledigen gegen Entlohnung eine Arbeit, der sie gewachsen sind. Gearbeitet wird von 7.30-15.00 Uhr. Frühstück bringen sich die Behinderten selbst mit, das Mittagessen wird geliefert, Würstchen können am Mittwoch gekauft werden und am Donnerstag kommt der Eiswagen. Begleitende Maßnahmen wie Ergotherapie, Reiten, Bowlen, ein Singekreis und Zumba, von denen sich jeder Bewohner eine pro Woche aussuchen darf, ergänzen den Tagesablauf in den Werkstätten.

Film ab-Mut an

Die 11. und 12. Klassen beginnen unter der Aufsicht von zwei Workshop-Leiterinnen das Projekt mit einer Kennlernrunde. Eine der beiden, ursprünglich aus Südasien stammend, berichtet von ihren Erfahrungen mit Diskriminierung, unter der sie öfter wegen ihres Aussehens zu leiden hat. Die anfangs schüchtern wirkende Runde wird mit der Zeit lockerer. Im weiteren Verlauf gibt es jede Menge Input zu Alltagsrassismus und Diskriminierung, sowie Übungen und Auswertungen zu Theater und Film.
Die Gruppe lernt Arten von Diskriminierung kennen und erläutert uns die Mechanismen der Entstehung: eine entsprechende Haltung gepaart mit Machtempfinden macht den Anfang und führt zu Ausgrenzung, Mobbing und Vorurteilen. Es ist wichtig, etwas dagegen zu unternehmen, da jeder das Recht auf Gleichbehandlung hat. Die Gruppe stellt aber auch fest, dass selbst spaßige Aussagen oft diskriminierende Inhalte haben, durch die fast alle der Gruppenteilnehmer selbst schon mit Diskriminierung zu tun hatten.
Wird jedoch jemand diskriminiert, würden einige nur je nach Situationslage eingreifen. Die Teilnehmersagen aber auch, man solle sich beleidigende Aussagen nicht zu Herzen nehmen und drüber stehen. Leider kann dies aber auch zu Enttäuschung und sogar zu Selbstzweifeln führen. In der Gesellschaft lässt sich Diskriminierung leider nicht vermeiden. Es kann nur jeder einzeln etwas ändern indem er seine eigene Meinung überdenkt, denn „ Race doesn`t, but it does kill people!“    

SOR Tag – Sozial sein im Fußball

Auch unsere 11. und 12. Klassen engagieren sich an unserem Projekttag. Da sie mit einigen Flüchtlingskindern aus der ZASt Fußball spielen dürfen, können viele sogar Schule und Hobby miteinander verbinden. Am Vormittag lauschen die Schüler einem spannenden Vortrag zum Thema Rechtsextremismus im Sport von Ronny Blaschke. Später werden dann Mannschaften eingeteilt und die Kinder aus der ZASt können voller Freude zusammen mit den Martineern Fußball spielen. Ein großer Dank geht hierbei auch an den Sportverein „Germania Halberstadt“. Dank seiner Unterstützung dürfen unsere Schüler einen der hochwertigen Fußballplätze und die Umkleiden nutzen. Das verschafft ihnen die besten Voraussetzungen um gemeinsam Spaß zu haben.
Ein Mitarbeiter der Caritas, welcher in der ZASt in der Asylverfahrensberatung tätig ist, möchte mit diesem gemeinsamen Projekt erreichen, dass interkulturelle Begegnungen gestärkt und gefördert werden. Er sieht den Sport als einen niederschwelligen Zugang, der es „angenehm macht schnell ein Gespräch aufzubauen“ und hält es für sehr wichtig, Menschen, die von der Gesellschaft ausgeschlossen sind, nicht nur über banale Gespräche am Tisch kennenzulernen, sondern Personen auf eine einfache, spielerische Art und Weise einander näherzubringen und Verständnis aufzubauen.  

Gemeinsam gegen Ausgrenzung

Die Klasse 7c arbeitet mit Frau Zinke am Thema „Gewalt“. Wir nutzen die Gelegenheit für ein Interview.
 
DG: Was wollen sie den Kinder vermitteln?
Frau Zinke: Es geht hier heute um Gewaltprävention, also darum zu gucken: „Wie steh ich zum Thema Gewalt und was würde ich tun, wenn ich in diesem Kontext lebe?“ Ich versuche die Schüler zu sensibilisieren, um einen guten Geist dafür zu entwickeln, wann sie eingreifen können und wo sie Hilfe holen müssen oder wie sie in bestimmten Situationen reagieren sollten.
Heute beschäftigen wir uns speziell mit den Settings: „Wenn ich dumm angemacht werde, wie kann ich meinen Gegner ins Leere laufen lassen ohne ihn selber zu schlagen?“
DG: Wie würden sie die Motivation der Kinder einschätzen?
Frau Zinke: Die Klasse macht gut mit und lässt sich auch drauf ein, sie probieren auch alles aus. Effektiv sind die Aha Effekte, die dafür sorgen,, dass diese Dinge auch gut von den Schülern aufgenommen werden.
DG: Wie finden sie dieses Projekt?
Frau Zinke: Sehr gut. Ich finde es immer gut, wenn Schulen dieses Thema nicht tot schweigen und sagen: „Wir brauchen jemanden, der etwas tut.“ Hut ab vor den Schulen, die da auch immer die Tür aufhalten.
DG: Vielen Dank für das Gespräch.

KITA for Beginners - die 10er schnuppern Kindergartenluft

Wir besuchen die Einrichtung und befragen eine der Erzieherinnen:
DG: Was sind Ihre Aufgaben und welche Aufgaben übernehmen unsere Schüler?
E:Ich bin Erzieherin in dieser Gruppe und die Schülerpraktikanten sind mit den Kindern beschäftigt; sie sind mit den Kindern auf Augenhöhe und spielen mit ihnen. An einem Tag kann man jetzt nicht so viel zeigen und erklären.
DG: Was denken Sie, welche Werte werden bei Ihnen in der Einrichtung vermittelt?
E: ... Auf jeden Fall auch die christlichen Werte. Da legen wir schon Wert drauf. Und die normalen Umgangsformen.
DG: Denken Sie, dass der Tag und die Zusammenarbeit mit unserer Schule, dass beides sinnvoll ist?
E: ... Auf jeden Fall. Zuerst einmal ist es schön, immer neue Personen kennen zu lernen, ist auch für die Kinder sehr interessant. Die fragen auch sehr viel:  „Wo kommst du her? Auf welcher Schule bist du usw.
DG: Was ist ihr schönstes, schlimmstes Erlebnis hier in diesem Beruf? haben sie da was?
E: Also schön ist es jeden Tag, man bekommt so viel Feedback. Und schlimmstes Erlebnis? ... Wenn ein Kind stürzt und eine Platzwunde hat, also das passiert schon mal.
DG: Was würden sie als das Schwerste in ihrem Beruf bezeichnen?
E: Das Schwerste.. Das Schwerste? Kann ich jetzt eigentlich gar nicht so beschreiben.
DG: Die große Verantwortung, die man trägt?
E: Das hab ich jetzt nicht immerzu im Hinterkopf.
DG: Warum haben Sie diesen Beruf ergriffen?
E: Das ist mein Traumjob.
DG: Ja wirklich?
E: Ja, ich wollte immer mit Kindern was machen.


David Begrich – Argumentation gegen rechte Parolen

David Begrich beschäftigt sich gemeinsam mit Schülern der 11. und 12. Klassen mit dem Thema Rechtsextremismus und Populismus. Er selbst ist Mitarbeiter der Arbeitsstelle Rechtsextremismus bei Miteinander e.V. in Magdeburg.

DG: Was umfasst das Projekt, welches Sie heute anbieten, bzw. was machen Sie heute mit den Schülern?
DAVID BEGRICH: Ich mache eine Einführung in das Thema Populismus. Das heißt, wir arbeiten zunächst an der Frage des Begriffs des Populismus und gucken uns dann verschiedene Erscheinungsformen des Populismus an.
DG: Was bewegte Sie dazu, gegen den Rechtsextremismus zu agieren?
DAVID BEGRICH: Ich beschäftige mich seit etwas mehr als zwanzig Jahren mit Rechtsextremismus hier in Sachsen-Anhalt. Und ich glaube, dass eine wichtige Voraussetzung dafür, Demokratie lernen zu ermöglichen, darin besteht, dass man möglichst weiß, womit man sich wie kritisch auseinandersetzen kann, in Bezug auf Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit.
DG: Was wollen Sie heute bei den Schülern erreichen?
DAVID BEGRICH: Ich glaube, ich will zunächst erst einmal nichts anderes erreichen als eine Sensibilisierung im Umgang mit der Verwendung von Begriffen. Das heißt, ich will zum Denken anregen, zum Reden anregen und zum Nachdenken anregen. Und möchte den Jugendlichen ermöglichen, sich eine eigene Meinung zu bilden.

Neben David Bregich, welcher dieses Projekt geleitet hat, befragen wir auch noch zwei weitere Teilnehmer dieser Gruppe: Antonia Wohlmann und Luca Hielscher gehen beide in die 11. Klasse:

DG: Was ist für euch Rechtsextremismus?
L: Also größtenteils haben wir uns im Moment mit Populismus beschäftigt, nicht mit Extremismus.
A: Aber Extremismus ist, glaube ich, wenn Meinungen dann Taten verlangen, die nicht mehr (mit meinen moralischen Werten zumindest) vereinbar sind.
L: Extremismus ist ja, wenn man radikal ist, wenn man keine anderen Meinungen mehr zulässt, sondern nur sozusagen seine eigene vertritt.
Und das auch sehr konsequent und ohne irgendwelche  Kompromisse einzugehen oder sich noch von anderen Sachen überzeugen zu lassen.
A: Es gibt ja auch Linksextremismus, muss ja nicht nur rechts sein.
L: Genau, man ist dann quasi Fakten unzugänglich, sondern nur konsequent auf seine eigene Meinung fixiert und das radikal und dann auch zu radikalen Taten bereit.
DG: Was erhofft ihr euch von diesem Projekt?
L: Also ich erhoffe mir davon, dass ich sozusagen auch in Kommunikation oder ein Gespräch mit Rechten treten kann und ihnen dann auch wenigstens meine Meinung ein bisschen näher bringen zu können, damit sie auch zum Nachdenken angeregt werden und dass man sozusagen nicht immer hilflos dabei sitzt, wenn das Gegenüber anfängt zu argumentieren.
A: Man hat ja seine eigene Meinung und wenn dann halt andere argumentieren, dann funktioniert das auch in einer Weise, dass man doch das Gefühl hat, dass das plausibel wird, obwohl man sich denkt: Ne, das ist nicht meine Meinung... aber man kann nicht dagegen argumentieren. Und ich glaube auch, so wie er das erklärt hat, man erkennt dann Argumentationsweisen und Strukturen.
L: Dass man auch darauf reagieren kann, auch wenn das Gegenüber nur auf einer emotionalen Ebene regiert und man es schafft dagegen zu halten.
A: Das man halt die Argumentationsweise versteht und immer besser reagieren kann.
DG: Wie gefällt euch das Projekt?
L: Es ist sehr interessant.
A: Und unfassbar informativ. Er hat auch unglaublich viel Ahnung.
L: Und ich find' es auch gut, dass er nicht nur sagt: „Rechts ist blöd“, sondern auch den Linksextremismus beleuchtet.


Seniorenzentrum

In der Beschäftigung und Betreuung ist es wichtig, die Leute nicht allein zu lassen in ihrer Freizeit, also wenn die Pflege vorbei ist, sie gegessen haben. Ihnen bei Arztbesuchen zu helfen, ihnen Angebote für Beschäftigung zu machen, dass sie das Gefühl haben. Es ist jemand da, der sich um sie kümmert. Gesprächsrunden, heut zum Thema Sprichwörter, stehen genauso auf dem Programm wie Gedächtnistraining. Im Vordergrund aller Bemühungen steht, es den Bewohnern in ihrer letzten Lebensphase, die oft auch von Gebrechen geprägt ist, so angenehm wie möglich zu machen. Unsere Martineerin wird heute mit dem Umgang mit den Bewohnern ebenso bekannt gemacht wie mit den vielfältigen Aufgaben. Gruppenstunde, Einzelbeschäftigung, Spaziergang mit Rollstuhl und Rollator- auch über den Berg hinweg. Das Anstrengendste, Forderndste ist sicherlich, auf jeden individuell eingehen zu können und dabei das Gefühl zu vermitteln, dass jeder gerecht behandelt wird und gleich viel Aufmerksamkeit erhält. Die Senioren brauchen die Hilfe derer, die sich für einen Beruf in diesem Bereich entscheiden ebenso wie die Hilfe von Ehrenamtlichen und die vielen schönen Momente entschädigen für die Mühen, die soziale Arbeit in jedem Bereich mit sich bringt. Ein kürzlich organisierter Tag der Bewegung wurde von den Senioren jedenfalls begeistert angenommen- das wäre doch auch mal etwas für einen Klassennachmittag, denken wir.


Über den Tellerrand schauen - Projekt Zucker

Die Klasse 5b beschäftigt sich mit dem Thema Zucker. Um es den Schülern erst einmal nahe zu bringen, entscheidet sich Frau Redez Diaz, die dieses Projekt leitet, dazu, mit einer kurzen Fragerunde das Interesse der Kinder zu wecken. Diese Art von Einführung kommt bei der 5b sehr gut an und nach Fragen wie „Wieso wird Zucker in den tropischen Regionen angebaut?“ oder „Warum wächst bei uns kein Zuckerrohr?“ geht es spannend weiter.


Über den Tellerrand schauen: Projekt Reis
    
Die Klasse 5a beschäftigt sich mit dem Thema Reis.  Zuerst werden sie mit den verschiedensten Reissorten bekannt gemacht und 6 von 1000 verschieden dürfen sie sogar probieren. Anschließend beschäftigen die Kinder sich mit der Frage „Woher kommt eigentlich der Reis?“, welche sie sehr schnell beantworten können. Nach dem mündlichen kommt es nun zum praktischen Teil. Die Klasse lernt, wie man ein Reisgericht zubereitet und worauf man achten sollte. Außerdem wird auch eine Bewässerungsanlage konstruiert, wie man sie heutzutage überall finden kann. Im Interview erfahren wir, dass die Motivation der Kinder auch wegen der interaktiven  Aufgaben und vielfältigen Wissensvermittlung sehr groß ist. Frau Gubernath, welche das Projekt leitet, findet es schön, dass sie der Klasse 5a so viel Wissens vermitteln kann und besucht das Martineum gern wieder.


Wärmestube

Die Regionalleiterin des Caritasverbandes Frau Brand wollte schon seit ihrer Schulzeit immer im regionalen Bereich tätig sein, hat Erziehungswissen schaften und Psychologie studiert und ist verantwortlich für alle Aufgaben der Caritas im Landkreis Harz. Die seit 21 Jahren existierende Wärmestube gehört dazu. Hierher können alle kommen, die bedürftig sind, es wird Hilfe in Alltagsfragen angeboten, man bekommt etwas zu essen – entweder sie können eine Tasche mit kaltem essen mitnehmen oder vor Ort essen, sie können sich beschäftigen, sich waschen, duschen. Es gehört auch seitens der Kirche zu dem Selbstverständnis der Caritas, Menschen, welche in Not sind, zu helfen. Diejenigen Martineer, die in der Wärmestube helfen, machen sich mit den Aufgaben eines Trainers bekannt, unterstützen die Mitarbeiter, beschäftigen sich mit den Bedürftigen, fahren mit dem Bus mit, um Lebensmittel abzuholen und einzuladen bei den Märkten, diese dann zu sortieren und helfen bei der Lebensmittelausgabestelle oder in der Küche, wo sie  Gemüse schneiden oder Kartoffeln schälen. Beim Kochen geholfen oder sich mit den Gästen unterhalten werden kann auch, mit den Jüngeren gespielt. Insgesamt ist es wichtig, den Menschen zu vermitteln, dass sie wichtig sind und etwas wert, dass ihr Selbstbewusstsein aufgebaut wird.
Alles, was in der Wärmestube ausgegeben wird, stammt aus Spenden, und das sind nicht nur die dringend benötigten Lebensmittel, sondern auch Spiele, Haushaltsgegenstände aus Wohnungsauflösungen, Familienhaushalte, die Erträge aus ihren Gärten spenden. Die im Landkreis ansässigen Supermärkte geben Waren, deren Mindesthaltbarkeitsdatum nahe ist oder die für den normalen Verkauf ungeeignet sind. Wenn dann in der Wärmestube etwas übrig bleibt (harte Brötchen zum Beispiel) so landen dies keineswegs auf dem Müll, sondern wandert in den Tierpark, wo sich dessen Bewohner daran gütlich tun können.
Schüler, die sich ehrenamtlich engagieren wollen, können zum Beispiel in den Ferien oder auch sonst in ihrer Freizeit in der Wärmestube helfen. Die Ehrenamtskoordination ist für diese Helfer der Ort, wo sie auch anderweitig nach Einsatzmöglichkeiten wie zum Beispiel in der ZASt fragen können. Behördengänge und ein Rundgang durch die Stadt, damit die Neuankömmlinge sich besser zurechtfinden, sind derzeit gefragt. Das wäre doch auch mal ein Projekt für den Englischunterricht, meint Frau Brandt zum Schluss unseres Interviews.

ZASt

Auch in der ZASt fragen wir nach den Aufgaben der dortigen Mitarbeiter und den Möglichkeiten, sich zu engagieren und natürlich, wie der Tag für die Martineer abläuft. Betreuungs- und vor allem Spielangebote für die Kinder bilden den Kernpunkt der Tätigkeit am heutigen Tag: Basteln, Gesellschaftsspiele, ein Musikworkshop und natürlich draußen spielen – Fußball, Basketball, eine Malstrecke für die Kleineren. Dass heute für wirklich jedes der 18 Kinder ein deutscher Ansprechpartner vorhanden ist, macht diesen Tag für die beiden Mitarbeiterinnen entspannter, die sonst eher begleitend sowie unterstützend für die Kleinen da sind. Zeit zu haben für jeden, auf jeden individuell eingehen zu können, ist das schwerste an dieser Tätigkeit. Der Wunsch danach, mit Kindern zu arbeiten, welche aus dem ihnen Angebotenem ganz viel machen wollen, Wissen und Sprache wie ein Schwamm aufsaugen, begeisterungsfähig sind, dankbar für jede zusätzliche Hilfe - das sei der Grund, sich für die Arbeit in der ZASt  zu bewerben, sagt man uns im Interview.


Dokugruppe

Unsere achtköpfige Dokumentationsgruppe teilt sich gleich zu Beginn des Tages in „Außen- und Innendienst“. Mit dem Moped werden (fast) alle auswärtig arbeitenden Teams besucht. Die Innendienstler hingegen machen sich am Martineum ein Bild von den Angeboten direkt vor Ort, schießen Fotos, interviewen, beobachten. Vor allem aber fragen wir nach Hinter- und Beweggründen der Beteiligten, sich auf die verschiedensten Arten gegen Rassismus zu engagieren.
Herausgekommen dabei ist ein bunter Mix, der das Motto unserer Schule „Vielfalt statt Einfalt“ in Wort und Bild vor dem Besucher in Aktion beweist.
Am Nachmittag filmt Frau Timme dann auch noch die Vorstellung der Arbeitsergebnisse einiger Acht- und Neuntklässler - erstaunlich, was erfahrene Künstler ungeübten Laien an einem Nachmittag zu vermitteln im Stande sind.
Die „Instant Acts“- Abendveranstaltung rundete diesen ganz besonderen Tag in perfekter Art und Weise ab.

Zum Abschluss, bevor sie sich der Bildergalerie widmen, bleibt nur noch dies:


Das Martineum bedankt sich noch einmal herzlich bei den Organisatoren, Sponsoren und zahllosen Helfern für ihr unermüdliches Engagement.

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10 Jahre "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" -

Erste Impressionen vom Projekttag

 

Die ersten Rückmeldungen zu unserem Projekttag sind durchweg positiv, sowohl von Schülern, Lehrern als auch Experten. Hier nun die ersten Impressionen vom WorkShop mit den Instant Acts Künstlern.

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Projekt "Instant Acts" am Martineum

 

 

Im Rahmen von "Instant Acts" sind 15 junge internationale Künstler sechs Wochen in Deutschland und Südtirol unterwegs. Am Montag, den 28.09., machten sie Station am Martineum. Mit diesem Programm sollen Ängste vor fremden Kulturen abgebaut werden.

In zwölf Wokshops hatten die Schüler der 7. Klassen die Möglichkeit, sich mit "dem Fremden" künstlerisch auseinanderzusetzen. Doe Jugendlichen suchten sich einen der Workshops aus, die von Freestyle-Basketball und Hula Hoop über Puppentheater und Zauberei bis zu Clown und zeitgenössischer afrikanischer Tanz reichten. Anschließend übten sie gemeinsam mit dem jeweiligen Künstler, auch ohne eine gemeinsame Sprache zu sprechen. Nach den Workshops präsentierten alle Teilnehmer ihren Mitschülern das Gerlernte. Es war eine Freude zu sehen, was die Schüler in so kurzer Zeit eingeübt haben und wie viele Schüler über sich hinaus gewachsen sind und die Begegnung mit einer völlig unbekannten Sache gesucht und gemeistert haben.

Am Abend erlebten Schüler, Eltern und Lehrer das Musiktheaterspektakel der internationalen Künstler "Instant Acts gegen Gewalt und Rassismus 2015"

 

Wir danken allen Teilnehmern und Sponsoren, die zum Gelingen dieses Projektes beigetragen haben.

 

 

 

 

 

 

Instant Acts 2015 – Eine Einschätzung von Schülern der Klasse 7d

Am 28.09.fand bei uns am Martineum das Projekt „Instant Acts“ statt. Dafür waren viele Künstler aus allen Teilen der Welt zusammengekommen. Sie stellten un am Anfang kurz ihre Künste vor, dann durften wir uns aussuchen, welchen Workshop wir besuchen wollten. Die Auswahl war wirklich viefältig, es gab Workshops wie: Beatboxen, Rappen, Clown, Basketball-Freestyle und Zirkusakrobatik. Ich entschied mich für das Rappen mit MC „Henk“. Wir gingen mit ihm in einem Raum und machten erst eine kleine Vorstellungsrunde, in der wir auch erzählten, warum wir uns für das Rappen entschieden hatten. Dann sammelten wir Ideen für „unseren Rap“. Als es endlich soweit war, dass unser kleiner Rap entstehen sollte, mussten wir feststellen, dass es gar nicht so leicht ist, dass sich alles reimt und trotzdem eine vernünftige Botschaft rüberbringt. Dann um 15.30 Uhr stellten wir alle vor, was wir in der einen Stunde auf die Beine gestellt hatten. Um 18 Uhr gab es dann das große Spektakel der Künstler für uns. Es war sehr beeindruckend.

(Annika)

 

Wir (Florian und Pia-Leonie)waren in der Gruppe Basketball-Freestyle mit dem französischen Basketballer Storm, der uns seine echt coolen Tricks beibrachte. Wir haben mit ihm eine Stunde trainiert und gelacht (auf Englisch). Dies war am Anfang recht schwer, doch dann hat es unsere ganze Gruppe recht gut hinbekommen.

(Florian, Pia-Leonie)

 

Ich entschied mich für Rappen mit MC Henk aus Berlin. […] Dann probierten wir selber einen text zu schreiben und merkten, dass es gar nicht so einfach war, etwas passendes zu finden, was sich reimt UND Sinn ergab. Letztendlich waren wir doch ganz zufrieden. als es dann soweit war, waren wir alle sehr aufgeregt. Doch wir waren froh, als alles vorbei war, und im Großen und Ganzen lief es echt gut und es hat viel Spaß gemacht.

(Chiara)

 

Nachdem wir uns unseren Workshop ausgesucht hatten, gingen wir mit unseren Trainern aus Nigeria in die Aula. Dort wurde uns die Choreographie für unseren Tanz innerhalb von einer Stunde beigebracht. als diese jeder beherrschte, trafen wir uns alle wieder in der Turnhalle, um uns gegenseitig unser Können zu zeigen.

Es war zwar sehr anstregend bei den Profis mitzuhalten, hat aber trotzdem sehr viel Spaß gemacht. Auch die Kommunikation insgesamt wwar etwas schwierig, da die Lehrer nur Englisch sprachen. Alles in allem war es sehr interessant und eine positive Erfahrung.

(Louisa über zeitgenössischer afrikanischer Tanz)

 

Als Zirkusakrobatiklehrerin bekamen wir Emilia aus Japan/Südafrika. Sie ist ein Schlangenmensch, die sich gut bewegen kann. Wir hatten 1 Stunde um unsere Choreographie für die kleine Show danach zu üben. In der Zeit probten wir Spagat, Kopfstand und weitere Dehnübungen.

Als alle die Zirkusakrobatik konnten, ging die Show los. Mir hat es trotz der großen Anstrengungen viel Spaß gemacht. Die Vorführung der Profis war ebenfalls sehr toll.

(Cathlin)

 

Hula-Hoop wurde von marco aus Kroatien angeboten. In diesem Workshop lernte an Tricks mit dem Reifen. Zuerst hat man 2 Reihen gebildet. Danach sollte man mit dem Hula-Hoop vorwärts und rückwärts gehen und laufen. Dann probierte man verschiedene Tricks mit dem Reifen aus, z.B. mit der Hand und dem Nacken.

Uns hat es sehr gut gefallen, da man viele neue Tricks mit dem Reifen lernte und eine coole Choreographie aufstellte. Es hat Spaß gemacht und wir würden es weiterempfehlen.

(Janina, Melina)

 

Die Vorstellung am Abend war toll, aber ich und die anderen Mädchen durften bei einem Zaubertrick die Stühle der Zauberer zurückschieben und keinen anderen Trick machen. Das fand ich gar nicht toll. Aber der „Zauberlehrer und-unterricht“ war lustig und lehrreich.

(Marie über Zaubern)

 

Wir haben mit Bällen und Hüten jongliert. Der Jongleur kam aus Spanien. Zuerst haben wir mit einem Ball geübt, danach mit zwei und am Ende der beiden Übungen haben wir diese kombiniert. Danach waren die Hüte an der Reihe. Zum Schluss wurde alle Elemente miteinander verbunden und die Choreographie eingeübt.

(Felix und Paul)

 

Wir hatten den Workshop trommeln mit Gefofa aus Burkina Faso. Dort hat er uns gezeigt, wie man nach Takt trommelt. Er sprach kein Deutsch, sondern Französisch und so hat er mit uns Zeichensprache gesprochen.

Es waren ganz normale verzierte Trommeln. Es war sehr interessant, wie die Menschen in Afrika trommeln.Am Anfang fiel es uns sehr schwer, doch dann war es sehr einfach.

(Pia, Damian, Joyce)

 

Zaubern wurde vom Zauberer Igor aus Polen geleitet. Er zeigte uns ein paar Zaubertricks. Er führte mehrere Kartentricks auf und ein Trick, bei dem eine Münze in einer Flasche verschwindet. Jeder wurde anschließend einem Zaubertrick zugeordnet.

Die Tricks waren sehr beeindruckend.

(Paul)

 

Wir haben uns von den 12 verschiedenen Workshops, die die Artisten uns anboten, für die Clowns entschieden. Bei den Clowns übten wir zuerst die Mimik und Gestik. Etwas später kreiierten wir lustige Szenen und erfanden eigene Szenen. Unser Clown kam aus Moldawien und sprach Englisch wie alle anderen. Nach dem Üben präsentierten wir unser eigenes Programm.

Uns hat es Spaß gemacht!!! Und wir haben vieles dazugelernt.

(Amelie, Isabell, Laura)

 

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