Hochschule Harz und regionale Unternehmen unterstützen Technik-AGs in Schulen
 

Schüler-Teams experimentieren um die Wette

Kurz nach den Herbstferien startet die Hochschule Harz eine neue Form der Zusammenarbeit mit Gymnasien. „Wir geben den Startschuss für die Initiative ‚FBAI goes school‘, um Technik und Informatik in die Schulen zu bringen“, erklärt Koordinator Prof. Dr. Sigurd Günther, Experte für technische Informatik. Die Initiative ist ein Zusammenschluss von Studierenden sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Fachbereichs Automatisierung und Informatik (FBAI) der Hochschule Harz. Sie fördert Schüler-Arbeitsgemeinschaften in den Bereichen Technik und Informatik und wird dabei vom Förderverein des Fachbereichs sowie mittelständischen Unternehmen aus der Region und der Wernigeröder Stadtwerkestiftung unterstützt. Weitere Informationen gibt es stets aktuell unter: www.hs-harz.de/fbai-goes-school.

„Wir stellen Hardware bereit, nehmen ein Forum in Betrieb, organisieren bei Bedarf Tutorien und schreiben einen Wettbewerb aus“, so der Professor über das geplante Engagement. Bereits im September überreichte die Initiative den Arbeitsgemeinschaften Hardware rund um den Einplatinencomputer Raspberry Pi. Bis zu den Weihnachtsferien haben die Schüler nun Zeit, sich mit der Technik vertraut zu machen. Danach sollen die insgesamt 36 Teilnehmer der vier Teams eigene Projekte mit dem Raspberry Pi auf die Beine stellen und dabei um die Wette experimentieren. Die Schüler-Teams stammen aus dem Gymnasium „Am Thie“ Blankenburg, dem Gymnasium Martineum Halberstadt, dem Gymnasium Stadtfeld Wernigerode sowie dem Gerhart-Hauptmann-Gymnasium Wernigerode.

„Wir wollen die Schüler für Technik begeistern!“, betont Dr. Michael Paetzel, Geschäftsführer der Dr. Ecklebe GmbH in Wernigerode. Als Sprecher der Sponsorengemeinschaft macht er deutlich, wie sehr neue Mitarbeiter in den Technologieunternehmen der Region gebraucht werden. Zu den Sponsoren der Initiative gehören neben der Dr. Ecklebe GmbH die Microvista GmbH Blankenburg, die NetCo GmbH Blankenburg und die EAI GmbH Ilsenburg. Ein weiterer Geldgeber ist die Wernigeröder Stadtwerkestiftung, deren Zuwendung Wernigerodes Oberbürgermeister Peter Gaffert in seiner Funktion als Stiftungsvorsitzender persönlich überreichte.

„Herzlich willkommen, liebe Schüler“, begrüßte Prof. Dr. Andrea Heilmann, Dekanin des Fachbereichs Automatisierung und Informatik, die AGs bei der Kick-off-Veranstaltung auf dem Campus, gleich darauf vergewisserte sie sich: „Oder sind auch Schülerinnen anwesend?“ Tatsächlich nehmen bisher keine Mädchen an den Arbeitsgemeinschaften teil. Um das zu ändern und mehr junge Frauen für Technik und Informatik zu gewinnen, lobte die Dekanin ganz spontan einen Sonderpreis für ein Mädchen-Team aus.

(Hochschule Harz)

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Erstes „Schnupperstudium“ an der Hochschule Harz traf auf großes Interesse

 

Studium auf Probe statt Herbstferien für über 30 Schülerinnen und Schüler

 

Besonders die Studiengänge Medieninformatik, Öffentliche Verwaltung, Wirtschaftspsychologie und Tourismusmanagement hatten es den „Schnupperstudenten“ angetan. Aus Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Hessen kamen in den Herbstferien 34 Schülerinnen und Schüler - die meisten kurz vor dem Abitur - an die Hochschule Harz in Wernigerode und Halberstadt, um frühzeitig ins Studentenleben einzutauchen.

Studienberaterin Jana Bornstedt erklärt: „Die Vielzahl möglicher Alternativen nach dem Schulabschluss erfordert eine intensive Auseinandersetzung mit dem zukünftigen Studium - hier gilt tatsächlich ‚probieren geht über studieren‘ - damit die richtige Entscheidung getroffen wird.“ Das Programm konnten die Teilnehmer individuell gestalten. „Die einen mochten es abwechslungsreich, ‚schnupperten‘ montags am Fachbereich Automatisierung und Informatik ‚rein‘, dienstags bei den Verwaltungswissenschaftlern und mittwochs bei den Wirtschaftswissenschaften“, berichtet Bornstedt. Andere wiederum seien festgelegter gewesen und ließen sich einen Tag lang in ihrem Wunschfach von einem „Studi-Scout“ begleiten, der einen ungefilterten Einblick auf Augenhöhe gab. Zu diesen erfahrenen studentischen Betreuern gehörte auch Anja Ludewig (25). „Von bestens informierten ‚Schnupperstudenten‘, die Detailfragen stellten bis zu denen, die einfach nur den Hochschulalltag auf sich wirken lassen wollten, war alles dabei“, so die Studentin der International Tourism Studies.

Lia Schoedwell war mit 15 Jahren die Jüngste im Bunde und fand es spannend, den Studierenden über die Schulter zu schauen. In noch jüngeren Jahren besuchte sie die KinderHochschule, aber „jetzt habe ich noch einmal komplettes Neuland betreten“, so die Schülerin des Stadtfeldgymnasiums Wernigerode. Stella Behrmann (17) war zuletzt ein Jahr auf einer amerikanischen High School und zog Vergleiche: „Hier ist alles etwas kleiner, aber die Hochschule Harz hat Charme. Neben dem Sprachenangebot ist mir der sportliche Ausgleich wichtig, schön, dass es dazu hier viel Gelegenheit gibt“, meinte die Halberstädterin. Madeline Volkmer, Abiturientin aus Bad Harzburg, interessiert sich für Wirtschaftspsychologie. „Meine ‚Schnuppervorlesungen‘ haben mir einen guten Einblick in ein wirtschaftswissenschaftliches Studium vermittelt“, so die 18-Jährige. Ria Nicole Binneböse (17) kannte die Hochschule über ihren Vater, der hier eine Weiterbildung absolviert hat und könnte sich ein Studium in der Region gut vorstellen: „Vielleicht wird es Medieninformatik, ich beschäftige mich bereits mit Audiotechnik und Webdesign, Mathe und Programmierung machen mir keine Angst“, betonte die Schwanebeckerin.

„Das Schnupperstudium ergänzt das Informations- und Beratungsangebot an der Hochschule Harz und ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Studienentscheidung. Die Rückmeldungen haben uns gezeigt, dass der Einblick in die Lehrveranstaltungen für die Studienwahl einen wichtigen Baustein darstellt“, resümiert Jana Bornstedt. So seien „Schnupperstudenten“ in ihren Studienwünschen bestätigt worden oder konnten ein komplett neues Fach für sich entdecken. Bemerkenswert fand die erfahrene Studienberaterin den Geschlechterproporz, unter den 34 Anmeldungen seien lediglich elf männliche Teilnehmer gewesen.

Neben dem „Schnupperstudium“ in den Herbstferien sind Schulklassen jederzeit herzlich eingeladen bei „Schnuppertagen“ die Hochschule Harz hautnah zu erleben. Die Gestaltung eines solchen Projekttages kann direkt mit der Studienberatung telefonisch unter 03943 659 127 oder per Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! abgestimmt werden.

 

 

 

Vorlesung der KinderHochschule zum „Zauber der Gesetze und Paragrafen“

 

Am Samstag, dem 25. Mai, waren knapp 300 kleine Nachwuchsakademiker dem Ruf der KinderHochschule ins AudiMax auf den Wernigeröder Campus gefolgt. Im Rahmen des Gemeinschaftsprojekts von Hochschule Harz und Internationalem Bund zeigte Prof. Dr. André Niedostadek vom Fachbereich Verwaltungswissenschaften den 8- bis 12-Jährigen den „Zauber des Rechts“ und die Welt der Paragrafen und Gesetze.
Mit einem lauten „Abrakadabra“ eröffnete der Hochschullehrer für Wirtschafts-, Arbeits- und Sozialrecht die zweistündige Vorlesung und hatte getreu dem Motto nicht nur juristisches Fachwissen sondern auch jede Menge echter Zaubertricks im Gepäck. „Ich bin beeindruckt wie gut die junge Zuhörerschaft mitmacht“, freute sich der Dozent, der ausgiebig auf Wortmeldungen einging.

 
Knifflige Fragen rund um Richter, Rechtsanwälte und Gerichtsverfahren ließen bei den Mini-Studiosi nur einen Schluss zu: Gesetze bringen Ordnung ins Chaos!
Niedostadek, selbst Autor zweier erfolgreicher Rechts-Lehrbücher aus der „...für Dummies“- Reihe, wagte sich auch an ernste Themen und stellte die UN-Kinderrechtskonvention vor. Die Junior-Studenten wurden nachdenklich. „Unsere gesellschaftlichen Normen und Regeln gehören nicht überall auf der Welt zum Standard - wir sollten uns bewusst sein, dass es uns gut geht“, betonte der Referent und widmete sich ebenfalls der Sonderstellung des Grundgesetzes.
Spielend vermittelte der Professor immenses Fachwissen in freundlicher Atmosphäre - eine Gabe, die das junge Publikum zu schätzen wusste. „Es ist toll zu hören, wie es in einem Gerichtssaal zugeht und wie das Rechtssystem funktioniert, die Vorlesung war super strukturiert und interessant“, so die 12-jährige Emma Charlotte Reichelt aus Wernigerode. Begeistert zeigte sich auch der 10-jährige Sascha Brosius aus Schönebeck: „Neben den Zaubertricks habe ich auch viel Wissenswertes mitgenommen, es hat sich gelohnt zu kommen“. André Niedostadek selbst war ebenfalls zufrieden: „Wir alle haben stetig mit Recht zu tun und es liegt mir besonders am Herzen, gerade junge Menschen für juristische Themen zu sensibilisieren - die Vorlesung der KinderHochschule war dafür die ideale Gelegenheit.“
Eine weitere Chance für kindliche Campuserkundungen in Wernigerode gibt es am Samstag, dem 8. Juni. Wenn Tag der offenen Tür und Campusfest zu einem Event verschmelzen, wird auch den Jüngsten einiges geboten! Ab 14 Uhr punktet Clown Jochen mit Ballons und Kinderunterhaltung. Eine Stunde später können sich die Kleinen beim Spiel- und Spaßmobil sowie der sommerlichen Olympiade austoben oder auf der Hauptbühne „Das Blaue Herz“ bewundern. Den Abschluss macht 16:15 Uhr Zauberer Zino mit altersgerechter Magie. Die studentischen Initiativen halten kleine Überraschungen bereit und auch für kindgerechte Leckereien ist gesorgt.
Die nächste Veranstaltung der KinderHochschule findet am Samstag, dem 28. September 2013, von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr im Wernigeröder AudiMax statt. Prof. Dr. Heike Tönhardt, Tierphysiologin vom Fachbereich Veterinärmedizin der Freien Universität Berlin, referiert zum Thema: „Hör mal, was da klopft! - Erstaunliche Leistungen der Herzen bei Mensch und Tier“. Die Anmeldung zu der beliebten Vorlesungsreihe erfolgt unter www.kinderhochschule.eu; hier sind auch fotografische Impressionen zu finden und die Junior-Studenten können innerhalb eines geschützten Bereichs online Hochschulluft schnuppern.